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Rinde und Borke

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Rinde ist alles Gewebe außerhalb des Kambiums, und Borke ist ihr abgestorbener äußerer Teil.

樹皮 · juhi · wörtlich Baumrinde · auch 幹肌, 外樹皮

Stand: 2026-09-24

Was gemeint ist

Beim erwachsenen Baum teilt sich die Rinde in einen inneren Teil aus lebendem Gewebe und einen äußeren aus überwiegend abgestorbenem. Der äußere Teil heißt Rhytidom, das innerste Periderm samt allem Gewebe, das dieses nach außen hin abgeschnürt hat. Das Periderm ist das sekundäre Schutzgewebe, das an Stamm und Wurzel an die Stelle der Epidermis tritt und aus Korkgewebe, Korkkambium und Korkrinde besteht. Aus diesem Bau des Rhytidoms folgt, dass eine Rinde aufreißt.

Innenrinde und Außenrinde

Rinde ist kein Fachbegriff der Botanik, sondern meint im allgemeinen Sprachgebrauch den Bereich außerhalb des Kambiums, der vor allem aus sekundärem Siebteil und den daraus hervorgegangenen Geweben besteht. Zur Innenrinde gehört der Siebteil, der noch leitet, zur Außenrinde der Siebteil, der nicht mehr leitet, zusammen mit dem weiter außen gebildeten Korkgewebe.

Im Bonsai heißt die sichtbare Außenseite des Stammes nicht Rinde, sondern Stammhaut, und sie ist der Gegenstand der Betrachtung. Rinde heißt dort nur der Stoff, der beim Ringeln für das Ablegen bis auf das Kambium abgeschält wird.

Die Stammhaut zeigt das Alter am deutlichsten, und eine aufgeraute Stammhaut bringt die Alterstönung zur Darstellung und lässt Vornehmheit entstehen. Das Wort für diese Alterstönung bedeutet das Alter oder die Art, alt aussehen zu lassen. Die Jahre zeigen sich auf der Haut der Äste ebenso wie am Stamm.

Ob die Haut rau wird, hängt nicht an der Art, sondern an der Anlage des einzelnen Baumes. Rauborkenanlage heißt die Anlage, bei der die Haut in kurzer Zeit rau wird, ein Beispiel ist ein Ahorn mit Rauborkenanlage. Früher kommt die Alterstönung bei Bäumen, die in kleiner Schale eng gehalten wurden.

In der Praxis

  • Beim Ringeln wird die Rinde bis auf das Kambium abgeschält, und zwar auf einer Breite von etwa dem Anderthalbfachen des Stammdurchmessers.
  • Beim Ablegen lässt sich gezielt der Abschnitt mit der besseren Stammhaut auswählen.
  • Mit einem Austrieb aus der Stammhaut lässt sich ein zu lang geratener Teil durch einen neu aufgebauten ersetzen.
  • Schwefelkalk dient als Kosmetik für Jin und Shari, also für totes Holz, und nicht für die lebende Stammhaut.

Häufige Verwechslung

Die Borke ist nur der abgestorbene äußere Teil der Rinde und trägt in der Holzkunde ein eigenes Fachwort. Der Bast ist nicht die Borke, sondern gehört zum lebenden inneren Teil, dessen Siebteil noch leitet.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • 近代出版, 盆栽用語集, Einträge みきはだ【幹肌】, じだい【時代】, しょう【性】, もちこみ【持ち込み】, たてかえ【立て替え】, とりき【取り木】, かんじょうはくひ【環状剥皮】 und せっかいいおうごうざい【石灰硫黄合剤】, abgerufen am 2026-09-24
  • 日本木材学会, 木材解剖学用語集, Einträge 樹皮, 内樹皮, 外樹皮, リチドーム und 周皮, abgerufen am 2026-09-24
  • 日本植物生理学会, みんなのひろば 植物Q&A 2528, Antwort von 今関英雅 vom 2012-07-19, abgerufen am 2026-09-24
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