Bedeutung: Ein irreversibler oder schwerwiegender Schaden an einem Bonsai, der durch einen akuten oder langanhaltenden Mangel an Feuchtigkeit im Substrat verursacht wird.
Da Bonsais in sehr kleinen Schalen mit gut durchlässigem Substrat leben, reagieren sie extrem empfindlich auf das Austrocknen des Wurzelballens. Ein Trockenschaden gehört zu den häufigsten Pflegefehlern und kann im schlimmsten Fall zum Absterben des gesamten Baumes führen.
- Symptome: Schlaffe, herabhängende Blätter/Nadeln; vertrocknete, braune Blatt ränder oder komplett dörres Laub; Abwurf von Blättern; spröde, absterbende Feinwurzeln. Bei Nadelbäumen (wie Wacholder oder Kiefer) zeigt sich der Schaden oft erst Wochen später durch eine graugrüne Verfärbung und anschließendes Verbräunen.
- Ursachen: Vergessenes Gießen, extreme Hitze/Sonneneinstrahlung, starker Wind (der die Blätter schneller ausdunsten lässt, als die Wurzeln Wasser nachliefern können) oder ein völlig verfilzter Wurzelballen, der kein Wasser mehr aufnimmt.
- Erste Hilfe: Den Bonsai sofort für ca. 10–15 Minuten in ein Wasserbad stellen (tauchen), bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, danach halbschattig und windgeschützt aufstellen.
« zurück zur GlossarübersichtWichtig für Bonsai-Gärtner: Ein Trockenschaden unterscheidet sich vom Wassermangel dadurch, dass bereits Gewebe dauerhaft geschädigt oder abgestorben ist. Ob sich der Baum erholt, hängt davon ab, wie viele Feinwurzeln noch intakt sind.
