Rückknospung ist der Austrieb neuer Knospen mitten an Stamm oder Ast, besonders nahe der Astbasis im Inneren der Krone.
胴吹き · dōbuki
Stand: 2026-09-28
Was gemeint ist
Ausgelöst wird sie durch einen Rückschnitt, der den Ast bis kurz vor eine Knospe nahe der Astbasis zurücknimmt. Ein solcher Schnitt verlangt einen Baum in guter Kraft. Mit den neuen Trieben lassen sich in zu lang gewordenen Abschnitten neue Zweige aufbauen und Astfolge und Fülle neu ordnen.
Wie leicht ein Baum zurückknospt, hängt von der Art ab. Treibt eine Art gut aus dem Stamm aus, kannst du Stamm- und Astspitze allein durch Umstellen auf einen jüngeren Trieb neu aufbauen und erhältst einen gedrungenen Baum ohne gestreckte Abschnitte.
In der Praxis
- Halte die Knospen im Kroneninneren lebendig, denn nur dann kannst du jederzeit zurückschneiden.
- Eine Knospe, die an einer astlosen Stelle im Kroneninneren austreibt, ziehst du sorgfältig groß und gibst ihr Kraft.
- Das Kroneninnere braucht dafür Licht und Luft, sonst sterben dort auch vorhandene Zweige und Knospen ab.
- Schlafende Knospen, die im Frühjahr nicht austreiben, sind nicht tot und setzen sich nach einem Reiz wie Rückschnitt oder Kerzenschnitt in Bewegung.
Häufige Verwechslung
Im Englischen meint back budding meist die Technik, durch Entfernen der Endknospen Austrieb weiter hinten an Ast oder Stamm anzuregen. Dōbuki bezeichnet dagegen den Austrieb selbst, der Rückschnitt ist sein Auslöser.
Knospen, die nicht in der Nähe einer Blattachsel entstehen, heißen Adventivknospen und treiben bei manchen Arten häufig mitten an Stamm und Ast aus.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 近代出版, 盆栽用語集, Einträge どうぶき【胴吹き】, たてかえ【立て替え】, おいこみ【追い込み】, ふていが【不定芽】, ふところ【フトコロ】 und ねむりめ【眠り芽】, abgerufen am 2026-09-28
- Bonsai Empire, „Bonsai terms“, Stichwort BACK BUDDING, abgerufen am 2026-09-28
