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Hachi-no-ki

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Hachi-no-ki ist ein Nō-Stück, in dem ein verarmter Ritter seine Topfbäume verbrennt, um einen Gast zu wärmen.

鉢木 · hachi no ki · wörtlich Topfbaum · auch 鉢の木

Stand: 2026-09-28

Was gemeint ist

Zunächst bezeichnet das Wort schlicht einen in eine Schale gepflanzten Zierbaum, also einen Bonsai oder eine Topfpflanze. Daneben ist es der Titel eines Nō-Stücks vierter Ordnung, das alle Schulen führen.

Der verarmte Sano Genzaemon Tsuneyo schneidet darin in einer kalten Nacht die Zweige seiner kostbaren Topfbäume, nicht die ganzen Bäume, und bewirtet damit als Brennholz einen wandernden Mönch, der in Wahrheit Hōjō Tokiyori ist. Dafür erhält er später seine Lehen zurück.

Der Verfasser des Stücks ist unbekannt. Der älteste Textbeleg für das Wort stammt aus einer Liedtextsammlung von etwa 1545 und ist ein Satz aus dem Stück selbst, in dem die Figur ankündigt, eben diesen Topfbaum zu verbrennen.

In der Praxis

  • Als Fachwort der Bonsaipraxis kommt Hachi-no-ki nicht vor.

Häufige Verwechslung

Das Stück spielt zur Zeit des Hōjō Tokiyori im dreizehnten Jahrhundert, sein ältester angeführter Textbeleg stammt aber erst aus dem sechzehnten.

Es zeigt Topfbäume, ist aber kein Zeugnis für Bonsai im vierzehnten Jahrhundert. Das Wort Bonsai ist erst rund zweihundert Jahre alt. In der Kamakura-Zeit hieß die Sache Bonsan, nach dem Stein, der damals zusammen mit dem kleinen Baum in der Schale stand.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • 精選版 日本国語大辞典, Eintrag はち‐の‐き【鉢木】, über Kotobank, abgerufen am 2026-09-24
  • 観光庁, 地域観光資源の多言語解説文データベース, „盆栽の定義“ (R1-01358), erstellt 2019, abgerufen am 2026-09-24
  • 近代出版, 盆栽用語集, Volltext über alle zehn Kana-Reihen, abgerufen am 2026-09-24
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