Carsten Posingies

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  • #41819
    CarstenP
    Teilnehmer

    Hallo,

    ich bin Carsten aus Nürnberg, 56 Jahre alt und theoretisch super erfahren in Sachen Bonsai… Sprich, ich habe sehr viel gelesen, sehr viele Bilder und Videos geschaut, aber praktisch habe ich keine Ahnung.

    Ich bin hier über eine Gemini Suche gelandet – und quasi baff. So viel Wissen so menschenbezogen vermittelt, das hier ist so völlig der Gegenentwurf zu den vielen anderen Bonsai Seiten, die ich kenne!

    Ja, @Gernot, man merkt, dass du AI für deine Blogs benutzt. Aber eine AI reagiert ja nur auf die Person, die ihr schreibt. Deine Posts sind voller Wissen und Erfahrung, das tropft geradezu wie frischer Saft aus jedem Wort! Aber du verlierst nie den Menschen aus den Augen. Diese Einstellung hebt dich so wohltuend von all den… Entschuldigung, aber… dogmatischen Klugscheißern ab, es ist eine Wohltat!

    Hier bleibe ich 😊

    #41820
    CarstenP
    Teilnehmer

    Nachtrag… Das fehlt ja noch:

    Ich habe aktuell zwei Töpfe mit Pflanzen darin:
    – einen Benjamini bzw. eben diese typische Baumarkt-Wäre, wo im Topf ein paar einzelne Pflanzen so dicht beieinander stecken, dass man die Wurzeln nicht mehr voneinander trennen kann, ohne quasi Stecklinge aus ihnen zu machen. Meine Idee ist nun, alle diese kleinen Stämmchen zu einem zusammen wachsen zu lassen. Darum darf das „Kraut“ (in einem größeren Topf) erstmal fröhlich vor sich hin sprießen. Meine Idee ist langfristig, es zu einem recht naturalistischen Aussehen zu formen so, wie ein Benjamini in der freien Natur aussieht, also ein sehr breit ausladendes, dichtes Blätterdach mit kräftigem Stamm. Ob ich die Form um der reinen Lehre willen noch dreieckig oder eher in Besenform gestalte oder der Natur ihren Lauf lasse, entscheide ich später
    – Einen „Baumarkt-Yamadori“. Es ist, so habe ich später nachgelesen, ein für einen Anfänger quasi unmögliches Bäumchen, nämlich eine Zuckerhutfichte. Es stand im hiesigen OBI offensichtlich von einem anderen Kunden weg gestellt zwischen großen Thuias herum, und ich habe es fast schon aus Mitleid mitgenommen. Dabeim auch erstmal in einen größeren Topf umgesetzt, ohne jedoch die Erde vom Wurzelballen zu entfernen. Das Substrat drum herum besteht aus einer mageren Mischung aus Tongranulat, Kakteen- und Rhododendron-Erde. Rhododendron, weil es nur noch in Tropfsteinhöhlen kalkhaltigeres Wasser als hier in Nürnberg gibt. Aus lauter Ungeduld habe ich diese Pflanze gleich einmal in Form gedrahtet. Ihr ursprünglicher Wuchs hat eine Vater-Sohn-Form angeboten, und genau daran habe ich mich gehalten. Aber aktuell hoffe ich erstmal, dass das Pflänzchen meine Eingriffe bis zum nächsten Frühjahr übersteht und lasse es jetzt in Ruhe.

    Was mich mit dir, @Gernot, verbindet: Töpfern! Ich bin da sogar etwas fortgeschrittener als bei den Bonsai. Zum Glück habe ich in der Nähe ein Freizeit-Zentrum mit eigenem Brennofen. Das hat den riesigen Vorteil, dass ich meine Werkstücke bei korrekten Temperaturen brennen lassen kann. Manchmal dauert es ein paar Monate, bis genug Artefakte zusammen sind, dass sich das Brennen lohnt, aber so ist die Gefahr eines Fehlbrands sowohl beim Schrühen als auch bei der Glasur wesentlich geringer als bei kommerziellen Anbietern. Eine Bonsai Schale habe ich auch schon versucht, und ich finde sie sogar ziemlich gelungen, ziemlich Wabi-Sabi. Ein kleiner, alter Wacholder würde darin glaube ich ziemlich gut aussehen, aber aktuell habe ich erstmal vor, einer Nachbarin hier aus der Straße einen Trieb ihrer Balkon-Korkenzieherweide abzuschwatzen ^^

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