Das Auswaschen der Wurzeln ist das fast vollständige Entfernen des alten Substrats mit Wasser beim Umtopfen.
根洗い · nearai · wörtlich Wurzelwaschen
Stand: 2026-09-24
Was gemeint ist
Das Auswaschen ist eine Ausnahme für einige Gehölzarten, die das Verfahren besonders nötig haben, allen voran den Satsuki-Rhododendron. Bleibt bei dieser Art das alte, den Wurzeln anhaftende Substrat zurück, fehlt bei Wasseraufnahme, Wasserhaltung und in vielerlei anderer Hinsicht die Abstimmung, was der Kultur schaden kann.
In der Praxis
- Abbröckeln und Auswaschen werden gemeinsam angewandt.
- Ein einmal vollständig ausgewaschener Baum braucht es im Grundsatz kein zweites Mal.
- Der Regelfall beim Umtopfen ist, das Substrat mit dem Rechen abzunehmen und die Wurzeln zu lösen.
- Bei Nadelgehölzen bleibt das Substrat im Kern des Ballens stehen.
- Bei Kiefern bleibt mindestens die Hälfte des Ballens unberührt, weil der Mykorrhizapilz darin für den Baum lebenswichtig ist.
Häufige Verwechslung
Dasselbe Wort bezeichnet auch eine Schauform, die gerade einen dicht durchwurzelten, nicht ausgewaschenen Ballen voraussetzt. Ein Baum, der lange in der Schale gehalten wurde und dessen Wurzeln dicht verfilzt sind, wird aus der Schale genommen und so betrachtet, und das heißt dann ein wurzelgewaschener Bonsai. Gezeigt wird er auf einer flachen Schale oder Ähnlichem. Beim gewöhnlichen Bonsai ist das kaum zu sehen, es wird nur bei einem Teil der Kräuterpflanzungen so gemacht.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 近代出版, 盆栽用語集, Eintrag ねあらい【根洗い】 in beiden Bedeutungen sowie ねつち【根土】, ねさばき【根捌き】, よこね【横根】, ねつぎ【根接ぎ】 und ちょっかん【直幹】, abgerufen am 2026-09-24
- Bonsai Empire, „植え替え“ und „Repotting Bonsai, how to repot your tree“, abgerufen am 2026-09-25
