Indoor ist die Sammelbezeichnung für Bonsai aus tropischen und subtropischen Arten, die als einzige dauerhaft im Haus gedeihen.
Stand: 2026-09-28
Was gemeint ist
Die meisten Bonsai gehören dagegen nach draußen, wo sie die vier Jahreszeiten erleben wie jeder andere Baum. Bäume der gemäßigten Zone brauchen im Winter eine Ruhezeit, die nur eintritt, wenn Temperatur und Licht über Wochen allmählich abnehmen, und im Haus geschieht das nicht. Tropische und subtropische Bäume brauchen diese Ruhezeit nicht.
Das bekannteste Beispiel ist der Ficus, der trockene Luft verträgt und sehr robust ist. Frostempfindliche Arten wie Schefflera oder Serissa überstehen Nächte nur bis etwa 0 bis 5 °C und kommen im Winter ins Haus oder in ein beheiztes Gewächshaus.
In der Praxis
- Tropische und subtropische Bäume holst du ins Haus, sobald die Temperaturen unter etwa 15 °C fallen.
- Stell den Baum so hell wie möglich, am besten direkt vor ein Südfenster.
- Ohne genug Licht wird der Baum schwach, bildet lange Internodien und geht nach und nach ein.
- Reicht das Licht nicht, ergänzt du es mit Pflanzenlampen, etwa zehn Stunden am Tag.
- Die Luftfeuchte erhöhst du mit einer Wasserschale unter dem Topf und durch mehrmaliges Besprühen am Tag.
- Gieß nicht nach festem Plan, sondern nur, wenn das Substrat es verlangt.
Häufige Verwechslung
In Europa sind Bäume, die als „Zelkova-Bonsai“ verkauft werden, oft Chinesische Ulmen (Ulmus parvifolia). Beide Arten sind so frosthart, dass sie mit etwas Schutz draußen bleiben können.
Verwandte Begriffe
Quellen
- Bonsai Empire, Seiten „Indoor Bonsai trees“, „Overwintering Bonsai trees“ und „Chinese elm Bonsai“, abgerufen am 2026-09-28
