Der Rückast ist ein Ast, der vom Stamm nach hinten wächst und dem Bonsai Tiefe gibt.
後ろ枝 · ushiro-eda · wörtlich hinterer Ast · auch 裏枝 · deutsch Hinterast
Stand: 2026-09-24
Was gemeint ist
Er heißt auch Rückseitenast. Im engen Sinn zählt der Rückast neben dem ersten und dem zweiten Ast zu den Rollenästen, die das Gerüst der Baumform festlegen.
Pauschal festlegen lässt sich die Astfolge nicht, im Grundsatz stehen die Äste aber abwechselnd links, rechts und hinten. Ein Bonsai ist kein flaches Bild auf Papier, sondern ein Körper mit Tiefe, und auch von oben gesehen soll sein Umriss ein Dreieck bilden.
In der Praxis
- Ein Rückast direkt hinter dem Stamm wird leicht zur Seite ausgebreitet, damit sein Laub von vorn zu sehen ist.
- Ein schräg nach hinten gehender Rückast bleibt etwas schlanker als die seitlichen Äste und soll zwischen ihnen hervorschauen, weil Entferntes kleiner erscheint.
- Beim Schneiden und Drahten wird darauf geachtet, dass die Beastung nicht in einer Ebene liegt.
Häufige Verwechslung
Der Vorderast ist das Gegenstück auf der Betrachterseite. Er bleibt sehr klein, setzt erst oberhalb der halben Baumhöhe an und wird leicht zur Seite gelenkt, damit keine Spiegelgleichheit entsteht.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 近代出版, 盆栽用語集, Einträge うしろえだ【後ろ枝】 und やくえだ【役枝】, abgerufen am 2026-09-24
- 近代出版, 初歩から学べる盆栽教室, Lektion „11.枝配置のポイント“, abgerufen am 2026-09-24
- 公益社団法人全日本小品盆栽協会, Kolumne „基本的な樹形・盆栽美“ vom 12. Mai 2022, abgerufen am 2026-09-24
