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Rindenhumus

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Rindenhumus ist fermentierte, zerkleinerte und nach Größe getrennte Baumrinde, die als Bestandteil von Pflanzsubstraten dient.

Stand: 2026-09-24

Was gemeint ist

Nach der Gütenorm RAL-GZ 250 ist Rindenhumus ein Ausgangsstoff für Substrate und ein Bodenverbesserungsmittel, mit oder ohne Nährstoffzusätze. In Deutschland wird er vor allem aus der Rinde der Gewöhnlichen Fichte hergestellt, in geringer Menge auch aus der Rinde der Waldkiefer.

Rindenhumus hat eine deutlich höhere Luftkapazität als Torf sowie eine hohe Austauschkapazität und puffert damit Nährstoffe und pH-Wert gut.

In der Praxis

  • Die Abstände zwischen den Wassergaben richten sich nach dem vergleichsweise geringen Wasserspeichervermögen.
  • Nachgedüngt wird stickstoffbetont, damit die Rinde nicht Stickstoff bindet, der dann der Pflanze fehlt.
  • Wer dem Substrat viel Rindenhumus beimischt, riskiert, dass die Pflanze vermehrt Mangan aufnimmt und dadurch Eisenmangel bekommt.
  • Vermieden wird das, indem der pH-Wert bei 6 oder darüber bleibt, denn das begrenzt die Verfügbarkeit von Mangan.

Häufige Verwechslung

Rindenmulch ist nicht fermentiert und dient nur als Mulch, als Ausgangsstoff für Substrate eignet er sich nicht.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • Industrieverband Garten, Substratbuch, Abschnitt Rindenhumus, abgerufen am 2026-09-24
  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Torfersatz-Portal, „Rindenhumus“, abgerufen am 2026-09-24
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