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Radast

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Ein Radast ist eine Stelle am Stamm, an der mehrere Äste strahlenförmig aus einem Punkt wachsen.

車枝 · kuruma-eda · wörtlich Rad-Ast

Stand: 2026-09-24

Was gemeint ist

Der Radast zählt zu den dreizehn Fehlästen, mehrere Äste gehen dabei wie Speichen aus einer Stelle des Stammes ab. Als Ideal gelten Äste, die von unten nach oben abwechselnd links und rechts ansetzen, mit nach oben kürzer werdenden Abständen.

In der Praxis

  • Radäste werden im Grundsatz beim Schnitt aufgelöst, bei jungen Bäumen schrittweise.
  • Bei quirlständig austreibenden Arten werden die Knospen früh ausgedünnt, bevor die Stelle zum Knubbel wird.
  • Eine zu dick gewordene Partie lässt sich nicht wieder dünn machen.
  • Wo nach dem Decandling, etwa an Schwarz- oder Rotkiefer, vier bis sechs neue Triebe an einer Stelle erscheinen, bleiben im Oktober zwei bis drei stehen.
  • Bei Laubgehölzen werden die Fehläste beim Schnitt im August entfernt, besondere Fälle ausgenommen.

Häufige Verwechslung

Quirlständiger Austrieb ist eine angeborene Wuchsanlage mancher Arten. Der Radast ist dagegen ein Befund am Stamm und zählt zu den Fehlästen.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • 日本大百科全書 (ニッポニカ, Shōgakukan), Artikel 盆栽, Text von 中村享, Abbildung „忌枝“, über Kotobank, abgerufen am 2026-09-24
  • 近代出版, 初歩から学べる盆栽教室, Lektionen „06.せん定“ und „11.枝配置のポイント“, abgerufen am 2026-09-24
  • さいたま市大宮盆栽美術館, „盆栽実技“, Monatsprogramm, abgerufen am 2026-09-24
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