Ein Kurztrieb ist ein schwach wachsender Zweig nahe der Basis des diesjährigen Triebs, der leicht Blüten und Früchte ansetzt.
短枝 · tanshi · wörtlich kurzer Zweig
Stand: 2026-09-24
Was gemeint ist
Unterschieden werden drei Arten von Zweigen, stark gewachsene Geiltriebe, wenig wachsende Kurztriebe und die Mitteltriebe dazwischen. Kurztriebe haben festes Gewebe und setzen leicht Blütenknospen an, und manche Fruchtgehölze tragen Blüten nur an ihnen.
In der Praxis
- Beim Aufbau der Verzweigung von Fruchtbonsai bleiben möglichst viele Kurztriebe stehen.
- Am Feuerdorn etwa, der an der Spitze der Kurztriebe blüht, werden während der Wachstumszeit die nicht fruchtenden Geiltriebe auf ein bis zwei Knoten eingekürzt.
Häufige Verwechslung
Das Internodium ist der Abschnitt zwischen zwei Knoten, den der Bonsai möglichst kurz hält, also ein Maß am Trieb und keine Triebart. In der Botanik heißt Kurztrieb dagegen ein Zweig, dessen Internodien sich kaum strecken, etwa bei Ginkgo, Lärche und Kiefer. Im Bonsai meint das Wort den blütentragenden Zweig der Fruchtgehölze, ohne Bezug zum Internodium.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 近代出版, 盆栽用語集, Einträge たんし【短枝】 und せっかん【節間】, abgerufen am 2026-09-24
- 近代出版, 今月の作業・管理レシピ, Juni, abgerufen am 2026-09-24
- デジタル大辞泉 (Shōgakukan) und 世界大百科事典 (Heibonsha), über Kotobank, abgerufen am 2026-09-24
