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Kokufu-ten

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Kokufu-ten ist die jährliche Bonsaiausstellung des japanischen Bonsaiverbands im Februar im Tokioter Metropolitan-Kunstmuseum.

国風盆栽展 · kokufū bonsai ten · wörtlich Landesart-Bonsaiausstellung · auch 国風展

Stand: 2026-09-24

Was gemeint ist

Kokufū bedeutet „die einem Land eigene Sitte, Kultur“. Das Wort steht seit der ersten Ausstellung im Titel, weil Bonsai dort als eigene Kultur und Kunst Japans gefasst werden.

Die erste Ausgabe wurde im März 1934 im damaligen Präfekturkunstmuseum Tokio eröffnet, dem heutigen Metropolitan-Kunstmuseum. Ausrichter war die eigens gegründete Kokufū-Bonsai-Gesellschaft mit dem Grafen Matsudaira Yorinaga als erstem Vorsitzenden. Vor dem Krieg fand die Ausstellung auf Rat des Bildhauers Asakura Fumio zweimal im Jahr statt, weil sich an Bonsai die Jahreszeit genießen lässt.

Die erste Bonsaiausstellung in einem Kunstmuseum

Die Ausstellung von 1934 war die erste der Bonsaigeschichte, deren Schauplatz ein Kunstmuseum war. Davor liefen Bonsaischauen in Sencha-Teerunden und in Gaststätten.

Betrieben hat den Schritt ins Kunstmuseum der Zeitschriftenredakteur Kobayashi Toshio, der seit den frühen Shōwa-Jahren eine „Bonsai-Kunstbewegung“ führte und auf eine Ausstellung im Kunstmuseum hinarbeitete. Der Bildhauer Asakura Fumio half, sie dort zu verwirklichen.

Heute richtet der Verband die Ausstellung jedes Jahr im Februar im Metropolitan-Kunstmuseum aus, unter der Schirmherrschaft der Kulturbehörde, der Metropole Tokio und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Sie läuft in zwei getrennten Hälften mit vollständigem Baumwechsel dazwischen. Gezeigt werden für beide Hälften zusammen rund 300 Plätze. Ein solcher Platz, japanisch Seki, umfasst Baum, Schale, Tisch und Beipflanze zusammen und ist keine Baumzahl.

Der Kokufū-Preis geht an besonders herausragende Arbeiten, die beim Betrachter einen tiefen Eindruck hinterlassen. Bewertet werden die Gesamtschönheit und Würde des Aufbaus, die Harmonie mit Schale, Tisch und Beipflanze sowie der Kulturzustand. Ausgezeichnet wird damit eine Komposition und nicht der beste Baum.

Der Verband selbst nennt sie die Bonsaiausstellung mit dem höchsten Niveau und der höchsten Würde in Japan, im Ausland sei sie weithin bekannt. Unter den öffentlich ausgeschriebenen Bonsaiausstellungen Japans hat sie die älteste Geschichte.

Die beiden anderen großen Ausstellungen

Zwei weitere große Ausstellungen trägt die Berufsgenossenschaft des Bonsaihandels, nicht der Liebhaberverband. Der Taikan-ten läuft im November in Kyōto, ist eine Ausstellung der Liebhaber und beansprucht den größten Maßstab im Inland unter den Hallenausstellungen. Der Sakufū-ten läuft im Oktober in Tokio, zeigt Arbeiten der Berufsleute aus dem Genossenschaftskreis, ist eintrittsfrei und beansprucht, die Ausstellung des höchsten Gipfels Japans zu sein. Sein höchster Preis ist ein staatlicher, nämlich der des Premierministers. Der Kokufū-Preis ist dagegen ein verbandseigener.

In der Praxis

  • Eingereicht wird nur aus dem Mitgliederkreis des Verbands, und aus den Einreichungen wird ausgewählt.
  • Wer nur eine Hälfte besucht, sieht die Bäume der anderen nicht, und ein eigener Kombifahrschein erlaubt je Hälfte einen Eintritt.

Häufige Verwechslung

Aus der laufenden Nummer lässt sich das Jahr nicht einfach zurückrechnen, weil die Ausstellung vor dem Krieg zweimal im Jahr lief, dann drei Jahre aussetzte und 1947 im selben Haus wieder eröffnet wurde.

Die Bäume des Kaiserpalasts stehen als Sonderausstellung außerhalb der Auswahl und damit außer Konkurrenz.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • 一般社団法人日本盆栽協会, Seiten 展覧会 und 協会概要, abgerufen am 2026-09-24
  • 日本盆栽協同組合, Ausstellungsseiten 大観展 und 作風展, sowie der eigene Auftritt des 作風展, abgerufen am 2026-09-24
  • さいたま市大宮盆栽美術館, Sonderausstellung 2019, abgerufen am 2026-09-24
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