Bonseki ist eine Landschaftsdarstellung, die aus Natursteinen und weißem Sand auf einem schwarzen Tablett gelegt wird.
盆石 · bonseki · wörtlich Tablettstein
Stand: 2026-09-28
Was gemeint ist
Gesetzte Natursteine stellen die Berge dar. Weißer Sand wird gestreut und mit Feder und kleinem Besen zu Strömungen und Wellen gezogen, sodass Meer und Flüsse entstehen. Bonseki gehört zu den althergebrachten japanischen Künsten der verkleinerten Landschaft.
Als Gründer der Hosokawa-Schule gilt nach der Überlieferung ein in vielen Künsten bewandertes Mitglied der Familie Hosokawa. Ein im Nationalmuseum Tokio erhaltenes Stück aus dem achtzehnten Jahrhundert zeigt dreizehn Bonseki, die dem Teemeister Rikyū gefallen haben sollen.
In der Praxis
- Gearbeitet wird auf einem schwarzen, lackierten Tablett.
- Verwendet werden neun nach Korngröße unterschiedene Sandsorten.
Häufige Verwechslung
Bonseki und Suiseki zeigen beide eine Landschaft im Kleinen und gehören beide in die Schaunische. Ein Suiseki ist jedoch ein gefundener Stein, der aufgestellt wird, ein Bonseki dagegen ein Bild, das auf einem Tablett angefertigt wird. Ein Suiseki bleibt, was es ist, während ein Bonseki mit dem Wegwischen des Sandes endet und neu gelegt werden muss.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 文化庁, 文化遺産オンライン, Datensatz 564916 „細川流盆石利休十三景“, abgerufen am 2026-09-24
- 勝野友禧子, Artikel 盆石, in: 日本大百科全書 (ニッポニカ), 小学館, abgerufen am 2026-09-24
