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Thripse

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Thripse sind ein bis zwei Millimeter lange, schlanke Insekten, die die Blattoberhaut aufraspeln und aussaugen.

アザミウマ類 · azamiuma rui · auch Blasenfüße, Fransenflügler, Gewittertierchen

Stand: 2026-09-28

Was gemeint ist

Thripse bilden eine eigene Ordnung, die Thysanoptera.

Von den übrigen Saugern unterscheiden sie sich durch ihre Mundwerkzeuge. Das Fressen ist eher ein Lecken am Blatt, weshalb entfärbte Punkte entstehen. Anstelle des ausgesaugten Zellinhalts dringt Luft in das Gewebe ein, und daher kommt der silbrige Glanz. Thripse stechen also nicht wie Blattläuse in die Leitbahnen, sondern öffnen die Oberhaut flächig. Deshalb bleibt eine Sprenkelung stehen und keine punktförmige Einstichstelle.

Das Schadbild besteht aus feinen, silbrig-weißen Flecken beziehungsweise weißen Sprenkelungen, zunächst einzeln, später über die ganze Blattfläche verteilt, weißlich-grau bis silbrig schimmernd, mit kleinen schwarzen Kottröpfchen; die Schadstellen verfärben sich später hell- bis dunkelbraun. Die Sprenkelung kann auch gelb oder silbrig-grau und nadelstichartig sein. Die Saugstellen glänzen metallisch.

Thripse bevorzugen wie Spinnmilben trockene und warme Luft, und ein Baum, der so gehalten wird, bietet ihnen günstige Bedingungen. Bereits geschädigte Blätter erholen sich nicht. Abwaschen oder Abbrausen wirkt nur unzureichend, denn ein Restbefall bleibt und breitet sich rasch wieder aus.

Kotpunkte als Merkmal

Punktförmige, dunkel gefärbte Kottröpfchen gelten als Thripsmerkmal. Sie sind klein und schwarz. Die Larve trägt einen kugeligen braunen Kottropfen am Hinterleibsende.

Schwarzer Kot am Gehölz im Freien

An japanischen Begrünungsgehölzen gehört die Kombination aus weißer Sprenkelung oben und schwarzen Kotpunkten unten nicht den Thripsen, sondern den Grundwanzen. Bei der Zierkirsche saugt dieser Schädling an der Blattunterseite von Kirsche, Birne, Zierquitte und anderen Rosengewächsen, wodurch auf der Blattoberseite unzählige weiße Sprenkelpunkte entstehen, während an der Unterseite Tiere, Häutungshüllen und teerartiger schwarzer Kot haften. Bei Azalee und Satsuki wird die Blattoberseite ebenso weiß und sprenkelig, und an der Blattunterseite haften schwarze, kreisrunde Kotflecken.

Schwarze Punkte unter dem Blatt von Zierkirsche, Azalee oder Satsuki sind deshalb kein Nachweis für Thripse.

Der Gelbe Teethrips befällt viele Pflanzen und vermehrt sich an ihnen, darunter Tee, Kamelie und Winterkamelie. Der Gewächshausthrips lebt unter anderem an Sandelholzschneeball und Kaki, und sein dunkelbrauner Kot zieht Rußtau nach sich. In Innenräumen ist häufig der Dracaenathrips anzutreffen, der bevorzugt an Grünpflanzen lebt, darunter Gummibaum und andere Ficus-Arten.

Für die Vorpuppe lässt sich die Larve auf den Boden fallen, weil sie in diesem Stadium feuchte Bedingungen bevorzugt. Im Boden oder Substrat lebende Raubmilben fressen dort die Puppenstadien. Der Zwiebelthrips verpuppt sich im Boden oder in Blattzwischenräumen.

In der Praxis

  • Der Gelbe Teethrips überwintert als Vollinsekt oder Puppe vor allem in Ritzen rauer Rinde und an der Bodenoberfläche.
  • Zur Verpuppung gehen viele Tiere in Boden oder Substrat, wo eine Blattbehandlung sie nicht erreicht.
  • Die Entwicklung dauert zwei bis vier Wochen.
  • Überwintert wird je nach Art an befallenen Pflanzen oder im Boden.
  • Zum Ausklopfen dient eine weiße Unterlage.
  • Für den hellgelben Teethrips dient stattdessen ein schwarzes oder grünes Brett.
  • Der Gelbe Teethrips ist kleiner als ein Millimeter, die Adulten messen 0,8 bis 0,9 Millimeter, die Larven um 0,5.
  • Zur Bestimmung dient eine fünf- bis zehnfache Vergrößerung.
  • Zusätzlich hilft das Eintauchen von Blättern und Blüten in ein verschlossenes Wasserglas.
Blaue und gelbe Leimtafeln

Eine allgemeine Regel, dass Thripse von Blau angezogen werden, gibt es nicht. Blaue und gelbe Leimtafeln dienen gleichrangig der Früherkennung und der Befallsüberwachung.

Welche Farbe besser fängt, hängt von der Thripsart ab.

Einzelne Tafeln, regelmäßig kontrolliert, dienen der Überwachung; erst die Massenausbringung gilt als Bekämpfung. Bei einer Handvoll Bäume bleibt die Tafel damit Überwachung.

Häufige Verwechslung

Spinnmilben erzeugen ein sehr ähnliches Bild, und für jede Richtung gibt es ein eigenes Trennkriterium.

Die gelblichweißen Saugstellen haben beide Gruppen gemeinsam, und bei beiden beginnt der Befall an den jungen Blättern.

Unterscheiden lassen sich die beiden am Sitz, denn Thripse sitzen oben auf dem Blatt. Spinnmilben sitzen auf der Unterseite der Blätter. Spinnmilben können Gespinste bilden, Thripse nicht, dafür hinterlassen Thripse Kottröpfchen. Unter der Lupe ist der Thrips stäbchenförmig, als dunkles erwachsenes Tier etwa einen Millimeter lang und als Larve weißlich, die Spinnmilbe sieht dagegen aus wie eine winzige Spinne.

Die Farbe der Sprenkelung trennt die beiden nicht

Die Sprenkelung ist bei Thripsen „eine gelbe oder silbrig-graue“, bei Spinnmilben ist das Blatt „oberseits gelblich-weiß oder … silbrig gesprenkelt“. Wer die Abgrenzung über die Farbe führt, führt sie über das einzige Merkmal, das beiden gehört.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • 徳島県立農林水産総合技術支援センター 森林林業研究所, „緑化木の病害虫と防ぎ方“, abgerufen am 2026-09-24
  • 島根県病害虫防除所, 病害虫データベース, abgerufen am 2026-09-24
  • 茨城県農業総合センター病害虫防除部, 病害虫資料室, 更新日 2023-05-09, abgerufen am 2026-09-24
  • 高知県病害虫防除所 und 高知県農業技術センター, abgerufen am 2026-09-24
  • 一般社団法人全国農村教育協会, 防除ハンドブック「花の病害虫」, abgerufen am 2026-09-24
  • Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, „Thripse“, Stand Juli 2025, abgerufen am 2026-09-24
  • Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, „Thrips-Arten im Gartenbau“, Stand Januar 2017, abgerufen am 2026-09-24
  • Regierungspräsidium Gießen, Pflanzenschutzdienst Hessen, Seiten „Thripse“ und „Spinnmilben“, abgerufen am 2026-09-24
  • Pflanzenschutzamt Berlin, Fragen und Antworten, Rubrik Sommer, abgerufen am 2026-09-24
  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, „Thripse als Schädlinge“, Stand 2020-09-17, abgerufen am 2026-09-24
  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, „Spinnmilben als Schädlinge“, Stand 2020-09-17, abgerufen am 2026-09-28
  • 静岡県農林技術研究所, „青緑色粘着トラップ“, abgerufen am 2026-09-24
  • GBIF Secretariat und Catalogue of Life über ChecklistBank, abgerufen am 2026-09-24
  • Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, „Thripse“, Fassung Juni 2026, abgerufen am 2026-09-25
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