Ein Holzhärter ist ein Kunstharzmittel aus dem Bauwesen, das weiches Holz festigen soll und im Bonsai für Totholz vorgeschlagen wird.
Stand: 2026-09-23
Was gemeint ist
Totholz ist ein vermoderter, weiß ausgebleichter Holzkörper, der bei bestimmten Arten als Schaustück gilt und die Bewertung erheblich verändern kann.
Das Holzgewebe im lebenden Baum ist nicht trocken wie eine Holzkonstruktion, sondern hat naturgemäß einen hohen Wassergehalt. Vor Pilzbefall geschützt ist allein stark heruntergetrocknetes oder dauerhaft sehr feucht gehaltenes Holz, bei den Feuchtegehalten dazwischen finden holzzerstörende Pilze gute Lebensbedingungen. Genau diese Feuchtegehalte herrschen im lebenden Baum und an Baumwunden. Holzbiologische Untersuchungen ergaben zudem, dass Holzschutzmittel und Fungizide an Bäumen starke Kambialnekrosen und eine deutlich schlechtere Abschottung im Holz bewirken und günstigstenfalls wirkungslos sind.
In der Praxis
- Für Totholz dient Kalkschwefelbrühe als Fäulnisschutz und als optische Behandlung.
- Holzschutzmittel und Fungizide sind für eine Wundbehandlung an Bäumen weder geprüft noch zugelassen und dürfen deshalb nicht angewendet werden.
Häufige Verwechslung
Kalkschwefelbrühe und Holzhärter sind zwei verschiedene Stoffe mit zwei verschiedenen Zwecken. Kalkschwefelbrühe ist ein Pflanzenschutzmittel mit pilz- und milbentötender Wirkung, das aufgestrichen oder gespritzt wird, und bleicht, härtet aber nicht. Auf Japanisch heißt ihr Auftrag auf Jin und Shari wörtlich ein Schminken.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 観光庁, 地域観光資源の多言語解説文データベース, „さいたま市大宮盆栽美術館 盆栽の技術“ (R1-01362), erstellt 2019, japanische und englische Fassung, abgerufen am 2026-09-23
- 近代出版, 盆栽用語集, Einträge せっかいいおうごうざい【石灰硫黄合剤】 und しゃり・じん【シャリ・ジン】, abgerufen am 2026-09-23
- Dirk Dujesiefken, Institut für Baumpflege Hamburg, „Die häufigsten Irrtümer im Umgang mit Bäumen in der Baumpflege“, Alleen-Tagung 2012, Abschnitte Irrtum 6 und Irrtum 8, abgerufen am 2026-09-23
