Das Shakkei-Prinzip (借景), auf Deutsch meist „geliehene Landschaft“.
Shakkei ist ein zentrales Gestaltungsprinzip in der japanischen Gartenkunst. Dabei werden Elemente außerhalb des Gartens bewusst in die Gestaltung einbezogen, sodass sie wirken, als gehörten sie zum Garten selbst.
Kurz erklärt
Ein Garten wird so angelegt, dass Hintergrundlandschaften wie
- Berge
- Hügel
- Wälder
- Tempel, Pagoden oder sogar der Himmel
optisch Teil des Gartens werden – ohne sie physisch zu verändern.
Wie funktioniert das?
- Der Garten hat keine oder nur niedrige Begrenzungen
- Blickachsen werden gezielt ausgerichtet
- Vordergrund (z. B. Steine, Teich, Bäume) rahmt den Hintergrund
- Größenverhältnisse werden so genutzt, dass der Garten größer wirkt, als er ist
Ziel des Shakkei-Prinzips
- Harmonie zwischen Mensch, Garten und Natur
- Aufhebung der Grenze zwischen „innen“ und „außen“
- Gefühl von Weite, Ruhe und Natürlichkeit
Herkunft
- Entwickelt in China
- Perfektioniert in Japan (besonders in Kyoto, z. B. Villa Katsura)
