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Tauchbad

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Das Tauchbad ist ein Pflegeverfahren, bei dem die Bonsaischale in Wasser gestellt wird, damit sie es durch den Schalenboden aufnimmt.

Stand: 2026-09-23

Was gemeint ist

Auf Japanisch heißt das Verfahren Koshimizu, wörtlich Hüftwasser. Die Schale wird samt Baum in ein wassergefülltes Becken gestellt, und die Feuchtigkeit wird vom Schalenboden her aufgesogen. Das Verfahren hebt die Luftfeuchte in der Umgebung, und im Sommer wirkt es gegen den Wassermangel.

Warum das Wasser wieder weg muss

Gießen führt dem Baum Wasser und mit dem Wasser zugleich Luft zu. Die grobe Schicht auf dem Schalenboden, der Gorotsuchi, führt das Wasser ab, und danach strömt Luft durch das Schalenloch nach. Ideal ist ein Substrat, das die Feuchtigkeit maßvoll hält und den Baum bis zum nächsten Gießen langsam aufnehmen lässt. Eine Schale, die dauerhaft im Wasser steht, durchläuft die Ablaufphase nicht, und das Schalenloch bleibt für die nachströmende Luft verschlossen.

In der Praxis

  • Der Wasserstand im Becken bleibt unterhalb des Schalenrands, weil die Schale nicht ganz versinken darf.
  • Bei Laubgehölzen zeigt sich ein Wassermangel früh an welkenden Blattspitzen, bei Nadelgehölzen ist er schwer zu erkennen.
  • Gegen Blattverbrennung ist ausreichendes Gießen die Voraussetzung und die Beschattung mit Kanreisha der zweite Schritt.

Häufige Verwechslung

Kurzes Wässern von unten und dauerhaftes Stehen im Wasser sind zwei verschiedene Dinge.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • 近代出版, 盆栽用語集, Einträge こしみず【腰水】, みずやり【水やり】, ごろつち【ゴロ土】, みずぬけ【水抜け】, みずぎれ【水切れ】 und はやけ【葉灼け】, abgerufen am 2026-09-23
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