Kallusgewebe ist Wundgewebe, das sich an verletzten Stellen von Stamm und Ästen als aufgewölbte Zellmasse bildet.
Stand: 2026-09-28
Was gemeint ist
Es entsteht, weil sich die lebenden Zellen am Wundrand stark vermehren, besonders die Zellen des Kambiums. Die Zellen teilen und vermehren sich, bilden später die einzelnen Gewebe aus und lassen die Wunde anwachsen, verwachsen und schließlich überwallen. Nach außen schützt sich das Gewebe bald durch ein eigenes Korkkambium.
Auch an der Verwachsungsstelle zwischen Reis und Unterlage einer Veredelung bildet sich Kallusgewebe. Aus Kallusgewebe können neue Spross- und Wurzelanlagen entstehen.
Verwandte Begriffe
Quellen
- 近代出版, 盆栽用語集, Eintrag かるす【カルス】, abgerufen am 2026-09-28
- Spektrum Akademischer Verlag, Lexikon der Biologie, Eintrag „Kallus“, abgerufen am 2026-09-28
